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Luxor / Aswan, Dezember 2011

Im Zug

Ägyptischer Alltag

Wir fahren Bahn, für mich ist es die erste Zugfahrt seit Jahren. Vorher heißt es: „Fahr nicht mit der Bahn, die hat Verspätung oder sie fährt gar nicht. Dreckig ist sie auch noch." Ich wundere mich, habe bislang nur gute Erfahrungen gemacht. Am Bahnhof bin ich guter Dinge. Dann die erste Hiobsbotschaft: Es gibt keine Tickets für die zweite Klasse, wir müssen viel teurer erste Klasse fahren. Was soll's. Am Gleis warten wir. Es ist zehn Minuten nach der geplanten Abfahrtzeit, 20, 30, 45 Minuten. Dann kommt der Zug. Auf unseren Sitzen sitzen Leute. In der Pappkiste gackert ein Huhn. Oder zwei? Wir bekommen dann doch problemlos unsere Plätze. Das Gepäck verstauen wir und ketten es aneinander. Seit der Revolution sind verstärkt Diebstähle aufgetreten. So kann niemand einen Rucksack greifen und abhauen. Der Zugwagen ist total verdreckt. Der allgegenwärtige Müll ist das Eine, die ausgelaufenen und eingetrockneten Flüssigkeiten auf dem Boden sind das Andere. Ich fühle mich nicht wohl, andere dagegen schon: An den Wänden und auf dem Boden flitzen Kakerlaken. Es ist richtig ekelig. „Nie wieder erste Klasse“, treffe ich eine Entscheidung. Ab sofort fahre ich lieber Minibus - und lobe mir die deutsche Bahn.

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Als der ägyptische Zug noch sauber war...

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