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Luxor, März 2010

Die Mutter meiner Kinder

Ägyptischer Alltag

Alles ist so, wie es sein soll. Alles geht seinen geordneten Gang. Da sitzt sie nun zu Hause, umsorgt treu den Nachwuchs, schmeißt den Haushalt, putzt, kocht, macht und tut. Eine oberägyptische Frau, wie aus dem Bilderbuch. So muss sie sein, so ist sie. Über jeden Zweifel erhaben, anständig, aus guter Familie. Nie hätte er eine andere geheiratet. Und er sagt: "I wish I have two: one for the children, one for the fun." Er hätte gern zwei: eine für die Kinder, eine für den Spaß.

Die Gespräche fallen schwer. Über was soll man sprechen? Fußball? Politik? Männersache! Die Arbeit? Davon versteht sie nichts! Die unmöglichen Touristen an der Fähre? Außerhalb ihrer Erfahrungswelt, außerhalb der eigenen vier Wände. Er ist draußen in der Welt, sie gestaltet die eigene - zu Hause.

Keine gemeinsamen Erfahrungen, keine gemeinsamen Erlebnisse, keine gemeinsame Ebene. Er hat sich entwickelt über die Jahre, verändert. Sie tut noch immer genau das, was erwartet wird. Und das tut sie gut, phantastisch - aber man ist sich fremd geworden.

Was will er zu Hause? Lieber in den Coffee Shop! Da sind seine Freunde, da kann man lachen, streiten, sich aufregen, leben. Da versteht man sich. Da ist es nicht so langweilig - wie zu Hause.

"I love my wife, the mother of my children." Er liebt seine Frau, die Mutter seiner Kinder. Aber hätte er doch noch eine Andere. Eine für den Spass. Eine, die auf der Höhe der Zeit ist. Eine, die ihn versteht. Eine, die die Welt kennt. Eine, die etwas verdorben ist, mit schmutzigen Gedanken - und deshalb umso aufregender.

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Ägypt. Frau auf dem Weg nach Hause...

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